Ádánd am Kis-Koppány: Kirchenruine und historische Bauwerke

File:Ádánd, római katolikus templom (mise) 2023 02.jpg File:Ádánd, római katolikus templom (mise) 2023 02.jpg

Ádánd beiderseits des Kis-Koppány

Ádánd erstreckt sich beiderseits des Kis-Koppány. Für Besucher bildet diese Lage den geografischen Rahmen eines Ortes mit romanischer Kirchenruine, denkmalgeschützter Kirche, Herrenhaus, Kastell und Geocache. Die einzelnen Ziele setzen unterschiedliche historische und praktische Akzente für einen Aufenthalt.

Romanische Spur am Hetyei templomrom

Vom romanischen Kirchenbau des Hetyei templomrom ist ein 11 Meter hoher Turm mit quadratischem Grundriss erhalten. Die Kirche wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. Der Turm steht damit für ein klar umrissenes Bauelement, während die vermutete Datierung den Kirchenbau im Mittelalter verortet.

Am Hetyei templomrom können Besucher eine an der Wand befestigte Handglocke nach Belieben läuten. Neben dem erhaltenen Turm gibt es dort somit ein konkretes Besuchselement, das nicht nur betrachtet werden kann, sondern eine eigene Handlung erlaubt. Architektur und Klang bilden an dieser Stelle zwei verschiedene Zugänge zum Ort.

Sakrale Bauwerke in Ádánd

Die römisch-katholische Szentháromság-Kirche in Ádánd steht unter landesweitem Denkmalschutz. Im Garten der römisch-katholischen Kirche von Ádánd steht eine klassizistische Immaculata-Statue aus dem Jahr 1816. Der Kirchenstandort verbindet so einen landesweiten Schutzstatus mit einem präzise datierten Einzelstück.

Herrenhaus und Kastell

Das Tallián-Herrenhaus wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet und ist das älteste Wohngebäude in Ádánd. Mit seiner Funktion als Wohngebäude ergänzt es die sakralen Bauwerke um einen profanen historischen Ort. Für kulturinteressierte Besucher erweitert sich der Blick damit über Kirchen und religiöse Kunst hinaus.

Das Csapody-Kastell wurde von Pál Csapody an der Stelle des früheren Perneszy-Kastells im klassisierenden Spätbarockstil (Zopfstil) errichtet. Für die Bauzeit stehen zwei Zeiträume: 1820–1827 und 1830–1859. Das Csapody-Kastell steht seit 2007 leer. Bauherr, Vorgängerbau, Stil und der seit 2007 bestehende Leerstand gehören zur Baugeschichte von Ádánd.

Sonntag und Ausflugsziel

In Ádánd findet sonntags um 11 Uhr eine katholische Messe statt. Der konkrete Termin fügt dem kulturellen Bild des Ortes einen festen religiösen Bezug hinzu.

Der Zugang zum Geocache „Ádándi löszfal és versenypálya“ ist vom Ausgangspunkt 400 Meter lang. Für die Planung dieses einzelnen Ziels steht damit eine klar benannte Zugangslänge im Mittelpunkt. Der Geocache bildet neben den historischen Bauwerken einen eigenständigen Ausflugsakzent.

Anbindung und jüngere Geschichte

Die Bahnverbindung von Siófok über Ádánd und Tab nach Kaposvár bindet Ádánd an. Siófok bildet den Ausgangspunkt der Strecke, Ádánd und Tab folgen, Kaposvár ist das Ziel. Ádánd liegt auf dieser Bahnstrecke zwischen Siófok und Kaposvár.

Nach zweijährigen Vorbereitungs-, Genehmigungs- und Bauarbeiten war der Hetyei templomrom wieder sicher besuchbar und ab dem 20. November für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Ruine hat damit neben ihrer romanischen Baugeschichte auch einen jüngeren Abschnitt, der durch diese Arbeiten und die anschließende Öffnung geprägt ist.

Weitere Orte im selben Zielzusammenhang: Vindornyalak, Balatonberény, Visz, Balatonszemes, Balatonfüred, Balatonfüzfö, Szentbékkálla und Balatonszabadi.

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Foto: Pasztilla aka Attila Terbócs via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0