Büffelreservat am Kis-Balaton

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Das Büffelreservat am Kis-Balaton (Kleiner Plattensee) befindet sich an der Ostseite des rund einen halben Quadratkilometer großen Kis-Balaton, der seit 1962 unter Naturschutz steht. Das Gewässer, südwestlich vom Balaton (Plattensee) gelegen, war bis zum Absinken des Wasserspiegels mit diesem bedeutenden mitteleuropäischen Steppensee und westungarischem Touristenmagnet verbunden. Gegenwärtig ist für Naturliebhaber und Tierfreunde ein Ausflug zum einzigen mitteleuropäischen Büffelreservat unumgänglich.

Das Büffelreservat am Kis-Balaton ist von der Südwestseite des Balaton aus über die in südwestliche Richtung nach Nagykanizsa und Letenuye führende Süduferstraße E 71 gut erreichbar. In der Fenyvespuszta südlich des Ortes Balatonmagyarod, unweit der kleinen Stadt Zalakaros, erreicht der Interessierte das "Bivaly-Reservat". Um für Tierstudien mehrere Tage verweilen zu können, stehen in Zalakaros Übernachtungsmöglichkeiten zu Verfügung. Die Auswahlmöglichkeiten erstrecken sich von Hotels unterschiedlichster Kategorien bis zu naturnah gelegenen Ferienhäusern.

Das Büffelreservat am Kis-Balaton bietet den, zu den ältesten ungarischen Tierrassen zählenden, Indischen Wasserbüffeln natürlichen Lebensraum. Die als ungarische Urhausrinder bezeichneten Tiere leben seit mehreren Jahrhunderten im ungarischen Karpatenbecken. Auf den Weiden neben dem sumpfigen Areal des Kis-Balaton wurden sie erstmals um 1800 durch die Grafenfamilie Festetics als Nutztiere angesiedelt. Sie dienten als Zugtiere sowie zur Milch- und Fleischgewinnung. Heute gelten die Büffel als Touristenattraktion. Sie zählen zu den letzten Exemplaren ihrer Rasse, die im übrigen Europa weitestgehend ausgestorben ist. Aufgrund des Artenschutzes gehört die Region am Kis-Balaton seit dem Jahr 1992 zu dem Nationalpark Plattensee-Oberland. Seit dem damit einsetzenden beispielhaften ungarischen Tierschutz- und Zuchtprogramm erhöhte sich die Zahl der Büffel von damals 16 auf 200. Ein Teil der Tiere wurde aufgrund der begrenzten Weidefläche in andere Regionen umgesiedelt. Im Büffelreservat am Kis-Balaton selbst befinden sich gegenwärtig noch rund 100 Büffel in artgerechter Haltung. Der Besucher des Büffelreservats kann sich neben der Beobachtung der Tiere auch über ihre Geschichte und über die Vergangenheit der Region informieren. Das im Jahr 2002 eröffnete Ausstellungszentrum bietet auf einer Fläche von rund 120 Hektar viel Wissenswertes über die Büffel selbst, über die Geschichte ihrer Haltung und über die Region.

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