Várvölgy: Weinberge, Basaltplateau und mittelalterliche Spuren

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Landschaft zwischen Tal, Plateau und Weinbergen

Várvölgy liegt am östlichen Rand des Keszthely-Plateaus und gehört zur Tátika-Gruppe der Keszthelyer Berge in der Bakony-Region Westungarns. Die Siedlung befindet sich am oberen Ende des Zsidi-Bachtals im Zsidi-Becken, am westlichen Fuß des Nagylázhegy. Talraum, Bergland und Basaltformen bestimmen damit die räumliche Gestalt des Ortes.

Westlich der Siedlung führt eine aussichtsorientierte Straße durch Weinberge. Von dort reicht der Blick zum Balaton und auf die Basaltplateaus des Tapolca-Beckens. Várvölgy gehört zum Cserszeg-Bezirk der Weinregion Balaton-Oberland. Die Landschaft verbindet deshalb Weinbau mit einem Blick über den See und mit den markanten Gesteinsformen der umliegenden Region.

Straßenlage und regionale Verbindungen

Die Straßenanbindung orientiert sich an Route 7342. Route 7343 verbindet Várvölgy mit Keszthely. Zusätzlich liegt die Siedlung an einer Nebenstraße, die Keszthely, Várvölgy, Lesencetomaj und Tapolca miteinander verbindet. Diese Straßenbezüge zeigen die Lage des Ortes zwischen dem Balatonraum, dem Keszthelyer Gebiet und dem Tapolca-Becken.

Für die regionale Orientierung sind damit mehrere Richtungen maßgeblich: Keszthely ist über Route 7343 angebunden, während die Nebenstraße weitere Orte zwischen Keszthely und Tapolca miteinander verknüpft.

Ziele rund um Várvölgy

In der näheren Umgebung liegt Tátika. Zum umliegenden Gebiet gehören Köves-tető, Fekete-Kastély, Edericsi-hegy und Szigliget vár. In der weiteren regionalen Umgebung befinden sich die Ruinen des Pálos-Klosters und Badacsony. Auch die Gyöngyösi Csárda liegt im umliegenden Gebiet von Várvölgy. Landschaftspunkte, historische Orte und ein regionaler Gastronomieort verteilen sich damit über unterschiedliche Bereiche der Umgebung.

Szent-Domonkos-Kirche und die Geschichte von Zsid

Die Szent-Domonkos-Kirche ist ein mittelalterlicher gotischer Bau. 1899 wurde sie wiederaufgebaut und erweitert; einige gotische Details sind erhalten. Damit verbindet das Gebäude mittelalterliche Baumerkmale mit einer späteren Veränderung seiner Gestalt.

Der mittelalterliche Vorgänger der Siedlung hieß Zsid. Im 12. und 13. Jahrhundert war Zsid eine königliche Gutssiedlung. Ab dem frühen 14. Jahrhundert war die Siedlung mit der Burg Rezi verbunden, später auch mit dem Győrer Kapitel. Die Ortsgeschichte reicht dadurch von der mittelalterlichen Siedlungsentwicklung bis zu den späteren kirchlichen und herrschaftlichen Bezügen.

Kis-Láz-hegy: Basalt und vorgeschichtliche Befestigung

Das Gebiet des Kis-Láz-hegy verbindet Naturraum und frühe Siedlungsgeschichte. Auf einem Basaltplateau liegen eine prähistorische Erdwerkbefestigung und ein Wall, die mit der späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit in Verbindung stehen. Entlang des Plateaus finden sich steile Basaltfelswände und kleine Seen. Geologische Formen und vorgeschichtliche Befestigung gehören hier zu demselben Landschaftsraum.

Zusammen mit der Szent-Domonkos-Kirche und der Geschichte von Zsid ergeben sich in Várvölgy mehrere klar voneinander unterscheidbare historische und landschaftliche Themen.

Weitere Orte: Kötcse, Badacsonytördemic, Vindornyalak, Balatonszemes, Szantod, Litér, Balatonhenye und Balatonfüred.

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Foto: Pásztörperc at Hungarian Wikipedia via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0