Schon das Wappen der Großgemeinde Révfülöp sagt aus, was Révfülöp am Nordufer des Balaton bewegte und bewegt, ein Fährmann mit einem scheinbar stetig wachsenden Wein. Schon seit dem 11. Jahrhundert setzten die Fährmänner ihre Boote samt Mensch und Wertgut über an das südliche Ufer des Balaton.
Erst Jahre später, nach dem Bau eines Gotteshauses, besiedelten Menschen die Region und noch viele Jahrhunderte später reifte der Wein an den Berghängen. Beides, der Fährbetrieb sowie der Weinanbau und deren Herstellung prägen das Leben in Révfülöp bis heute. Seit den Dreißiger Jahren dieses Jahrhundert gewann der Ort auch an Bedeutung für den Badetourismus.
Ein Streifzug durch die scheinbar geteilte Stadt vermittelt schnell den hohen Stellenwert der Großgemeinde hier am nördlichen Ufer, am Fuße des Fülöp-Hügels. Mit Glanz, Sauberkeit, dem Filip-Platz mit Gemeindehaus als Zentrum beeindruckt Révfülöp selbst schneebedeckt im Winter. Es erstaunt dabei nicht, dass viele Wissenschaftler, Lehrer, Offiziere und sogar Beamte den Ort wählten, um genau hier ihre Villen zu bauen. Viele dieser Villen werden als Ferienwohnung oder Ferienhaus weitervermietet und überzeugen mit gehobenen Standards und oft sogar eigenen Pool.
Dabei sind die Wege zum Strand nur kurz. Entlang des Strandufers findet man noch heute so genannte Badehäuser, die auf einem Steg sich direkt auf dem Wasser befinden. Anders als an anderen Orten überrascht Révfülöp mit Parkanlagen im direkten Anschluss an der Uferzone und mit einem relativ ausgebauten Radwegenetz entlang des Ufers oder hinauf zum Fülöp-Berg.
Weinbehangen gilt der Fülöp-Berg zu den begehrtesten Ausflugszielen rund um Révfülöp. Auf dem etwa 274 m hohen Hügel steht mitten im Waldgebiet ein Aussichtsturm. Vom eigenwilligen Aussehen, mit reichlich Balkonen begeistert der Turm mit seiner Fernsicht. Es ist das Farbenspiel mit der Sonne, dem Wasser des Balaton, dem Grün der Wälder und dem Rot der Dächer Révfülöp die dieses Panorama zu jeder Tageszeit in neue Facetten taucht.
Mag der einstige Ruhm Révfülöp zwischenzeitlich fast verschwunden sein, mögen die Ruinen der romanischen Kirche Ecsér mit Triumphbogen nur noch daran erinnern, so erstrahlt Révfülöp heute als Erholungsort im neuen Glanze.
Letzter Artikel
Tihany
Tihany lohnt sich für Reisende, die am Balaton mehr suchen als Strand. Die Halbinsel verbindet Abtei, Königsgeschichte, ungarische Sprachgeschichte, Lavendel, Naturwege, Aussicht, Fähre, gutes Essen und besondere Unterkünfte. Wer nur schnell ein Foto macht, wird Tihany hübsch finden. Wer bleibt, wird es besser verstehen.
Gyenesdias
Gyenesdiás lohnt sich für Reisende, die den Balaton aktiv und familienfreundlich erleben möchten. Die beiden Strände sind konkret gut nutzbar: Diási Játékstrand für Action, Kinderprogramm und viele Angebote; Gyenesi Lidóstrand für kleinere Kinder, ruhigere Stunden und gute Erreichbarkeit. Dazu kommen Naturwege, Radstrecken, Keszthely, Hévíz, einfache Küche und eine große Auswahl an Unterkünften.
Balatonszemes
Balatonszemes lohnt sich für Urlauber, die einen ruhigen, echten Balaton-Ort suchen. Die Stärken liegen in freien Stränden, Familienfreundlichkeit, guter Erreichbarkeit, kleinen Museen, Kistücsök als kulinarischer Adresse und der Nähe zu weiteren Orten am Südufer. Tipps zu Stränden, Latinovits-Museum, Postmuseum, Kistücsök, Camping, Familienurlaub, Ausflügen und besonderen Unterkünften.
Keine Kommentare